Schlossblick

Schlossblick – die Wiedergeburt

Posted in Die Metaebene by schlossblick on Juni 10, 2009

In einer Phase, in der man fortwährend von intellektueller Verwahrlosung bedroht wird, ist es essentiell, sich ein Ventil zur Wahrung des Eigenen zu schaffen, eine Plattform, mittels derer man sich nicht nur in Distinktion ergeht und sich darüber seiner selbst vergewissert, sondern auch – und dies ist das eigentlich Entscheidende – ein Mittel an die Hand gibt, um ebenjener Gefahr aktiv etwas entgegensetzen zu können. Deshalb der Wechsel des Anbieters und deshalb auch das Erwachen des Blogs aus einem gut halbjährigen Dornröschenschlaf. Die Beiträge werden zwar immer noch nicht im Tagestakt veröffentlicht werden, doch ist dies auch nicht Sinn un Zweck der Sache.

Als Happy (Re)Birthday-Ständchen bietet sich einmal mehr ein Gedicht des jungen Hugo von Hofmannsthal an:

Tobt der Pöbel in den Gassen, ei mein Kind, so laß ihn schrei’n
Denn sein Lieben und sein Hassen ist verächtlich und gemein!
Während sie uns Zeit noch lassen, wollen wir uns Schönerm weih’n
Will die kalte Angst dich fassen, spül sie fort in heißem Wein!
Laß den Pöbel in den Gassen: Phrasen, Taumel, Lügen, Schein,
Sie verschwinden, sie verblassen schöne Wahrheit lebt allein.

Danke, Hugo – du wusstest es schon als 16-Jähriger.

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